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Vereinschronik

Die Kraftsportabteilung des TSV Rohrdorf-Thansau besteht seit 1985. Im Jahre 1989 konnten wir in den speziell vorbereiteten Kraftraum des neu erbauten Sportzentrums am Turner Hölzl einziehen. Um diesen Kraftraum mit Geräten sinnvoll auszustatten, waren sehr viele Eigenleistungen notwendig. Unter der Aufsicht von 5 lizenzierten Übungsleitern trainieren mittlerweile 70 Mitgliederinnen und Mitglieder des TSV Rohrdorf-Thansau.

 

Sportliche Höhepunkte
Hochries-, Lechfeld-Cup, Grenzland-, Bayrische-, Internationale Deutsche- und Deutscher Meister im Steinheben

 

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Nachruf auf Lorenz Kuchler,

unseren Lenz


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Lenz war ein begeisterter Sportler, der den gesundheitlichen Sinn von Leibesübungen nicht nur für sich erkannte, sondern auch einer Vielzahl von Gemeindebürgern vermitteln konnte. Angefangen hat es bei der Leichtathletik, wo er mit seiner Gruppe immer wieder beachtliche Erfolge im Landkreis erzielte. Nach der Demontage der  Eisenbahngleise zwischen Rohrdorf und Frasdorf, war er derjenige, der sich um die Nutzung einer ca. 2 km langen Teilstrecke als Trimm-dich-Pfad stark machte. Nach seinen Anweisungen wurden in Handarbeit aus Baumstämmen und ausgedienten Telegrafenmasten die Übungsstationen gebaut. Bei der Auslegung war ihm wichtig, dass sowohl die Ausdauer als auch die Maximalkraft trainiert wurden.

 

Ausgehend von seiner Leidenschaft für den Sport und insbesondere dem steigern der Maximalkraft gründete Lenz 1985 die Kraftsportabteilung. Die wenigen Trainingsgeräte waren damals noch in einem Nebenraum der alten Sporthalle untergebracht. Der Raum war nicht beheizt. So kam zu den schweren Gewichten im Winter die eisige Kälte. Hart im Nehmen war Lenz immer schon. Bis ins hohe Alter nahm er erfolgreich an Wettkämpfen im Steinheben teil, von denen er einige selbst organisierte. In der Szene ist sein Name seither weit über die Grenzen bekannt. Er erreichte mit seiner außergewöhnlichen Kraft verdient die Meistertitel bei den Deutschen-, Bayerischen- und Grenzland-Meisterschaften.

 

Lenz war nicht nur als Steinheber anerkannt. Als Trainer und Abteilungsleiter genoss er ebenfalls große Zustimmung. So wurden unter seiner Leitung 1989 die Trainingsgeräte für den Kraftraum der neuen Turnhalle entwickelt und größtenteils in Eigenleistung gebaut. Nun musste im Winter keiner mehr mit dicker Winterkleidung trainieren. Die Geräte sind so ausgelegt, dass sie für eine breite Bevölkerungsschicht, vom Jugendlichen bis zum Seniorenalter genutzt werden können. Er besaß die natürliche Fähigkeit Interessenten zu motivieren. Dadurch stieg die Mitgliederanzahl schnell in allen Altersgruppen an. Mit beigetragen haben seine abwechslungsreichen Übungen, welche von ihm auf die individuellen persönlichen Stärken angepasst wurden. Seine Ratschläge waren wohl willkommen und führten zum vorhergesagten Erfolg. Nicht ausstehen konnte er während des Trainings das "Ratschen". Hier beendete er immer wieder Gespräche, was ihm keiner wirklich übel nahm. Insgesamt führte er die Kraftsportabteilung über 25 Jahre.

 

Einmal im Jahr, am Karsamstag, ging es zu Fuß vom Turner Hölzl auf die Wallfahrt nach Weihenlinden. Die ca. 25 km wurden bei jedem Wetter gegangen, egal ob bei Schneesturm oder Sonnenschein. Es fanden sich immer 10 bis 15 tapfere Anhänger, welche begeistert mit wanderten. Bis auf die letzten 2 km durfte bei flottem Gang viel geratscht werden. Bei dem letzten Stück vor der Wallfahrtskirche wurde in Zweierreihen Aufstellung bezogen und gemeinsam der Rosenkranz gebetet.

 

Erwähnenswert ist auch seine natürliche Fähigkeit als Laientherapeut für die Dorn-Methode. Wer einmal bei ihm in den Genuss dieser sanften Behandlungsmethode gekommen ist, weiß, wie gefühlvoll und schmerzlindernd seine starken Hände sein konnten.

 

Lenz, hab tausend Dank für deine Müh, vergessen werden wir dich nie.

Deine Kameradinnen und Kameraden von der Kraftsportabteilung